Paris
Wohnen in Paris
Wohnheimplatz -
Freier Wohnungsmarkt -
Worauf ihr achten solltet
- Was ihr dabei haben solltet
-
Zeitpunkt für die Suche
1. Wohnheimplatz
Da der Wohnungsmarkt in Paris noch
enger ist als der in München, solltet ihr euch auf jeden Fall bei der [Cité
Universitaire ->www.ciup.fr] um einen Wohnheimsplatz bewerben (Angaben
dazu findet ihr auf dem Blatt, das Ihr vom Lehrstuhl bekommen habt.) Ihr
solltet euch auch dann bewerben, wenn Ihr lieber privat unterkommen wollt;
falls ihr dort ein Zimmer bekommt, kann man es immer noch ablehnen.
Die Cité Universitaire ist auch deshalb
interessant, weil es sich um eine grüne campus-ähnliche Anlage mit
internationalem Flair handelt, ihr dort eine Mensa und auch eine kleine
Bibliothek zum Arbeiten findet. Mit dem RER seit ihr außerdem in zwei
Stationen fast an der Uni.
Achtung: Die Unterlagen werden ab
Februar verschickt und die Bewerbungsfrist endet schon relativ frühzeitig(
ca. Mitte Juli) Ihr müsst ein richtiges dossier einsenden.
Deutsche Interessenten müssen sich
direkt beim deutschen Haus bewerben. Man kann bei der Bewerbung angeben,
ob man dort oder lieber in einem anderen Haus wohnen möchte. Die
Konkurrenz ist sehr groß. Nach welchen Kriterien genau die Plätze vergeben
werden, ist allen schleierhaft. Es ist auf keinen Fall verkehrt,
Instrumente zu spielen und sozial engagiert zu sein (z.B. Leitung einer
Jugendgruppe). Es ist auch förderlich, anzugeben, warum man ausgerechnet
in der Cité U wohnen, ausgerechnet in dem und dem Haus, ausgerechnet in
Paris studieren möchte. Nähere Informationen und Anforderung der
Bewerbungsunterlagen unter www.maison-heinrich-heine.org.
Ansonsten gibt es noch Wohnheime des
französischen Studentenwerks, {{CROUS}}. Nähere Infos gibt es bei [CROUS
->www.crous.fr]
Die {{Qualität}} der Wohnheime variiert
sehr stark. Das Spektrum reicht von 30stöckigen Hochhäusern, 7m² und
versifft (aber nur 180 Euro) bis zu schnuckeligen Studios mit Einbauküche
und Nasszelle (dafür 400 Euro).
Eine zusätzliche Möglichkeit sind die
sogenannten {{"foyers"}}- das sind Wohnheime, die sich in kirchlicher
Trägerschaft befinden (häufig nur für Mädchen). Eine vollständige Liste
bekommt ihr über "Centre d'Information et de
Documentation Jeunesse" (C.I.D.J.)
101, Quai Branly, 75 015 Paris
Was man bei Wohnheimplätzen mit
einkalkulieren sollte, ist der Umstand, dass man dafür prozentual weniger
Wohngeld vom frz. Staat bekommt, da die Wohnheime bereits subventioniert
werden. Ein Wohnheimplatz, der 400 Euro kostet, bringt nur etwa 50 Euro,
eine private Mietwohnung zum selben Preis dagegen schon mal 100 Euro.
Berücksichtigt wird bei der Berechnung wohl auch der Quadratmeterpreis.
D.h., wenn man in einem kleinen Kabuff mit 6m² wohnt, und dafür 400 Euro
zahlt (gibt's!), kann man mit etwa 200 Euro rechnen.
2. Freier Wohnungsmarkt
Dann würde ich euch auch raten, im
Freundes- und Bekanntenkreis herumzufragen, ob jemand jemanden kennt, der
eine Wohnung in Paris hat oder vermieten kann etc.. Versuchen schadet hier
nichts und einige von uns haben so tatsächlich ihre Wohnung gefunden.
Falls Ihr dann auf dem {{freien
Wohnungsmarkt}} suchen wollt bzw. müsst, ist es ratsam, sich im vorhinein
einen Überblick über das Angebot zu verschaffen. Dazu eignet sich das
Internetangebot von [ Particulier à particulier ->www.pap.fr]
hervorragend. Damit könnt Ihr Euch schon bevor Ihr nach Paris fahrt, um
eine Wohnung zu suchen, genauere Vorstellungen über Preise etc. machen.
Zum Suchen selbst muss man, denke ich,
nach Paris fahren. Ihr findet Angebote ausgehängt an der {{Eglise
Américaine}} (65, Quai d'Orsay, 7°) und auch im {Crous
Centre Jean Sarrailh}} (39,
av. Geoge Bernanos - RER Port Royal).
Am Donnerstag kommt der {{"Particulier
à Particulier"}} heraus. Den müsst Ihr Euch in aller Frühe kaufen und
bereits ab 7.00 h, spätestens 7.30 h bei den Vermietern anrufen, sonst
riskiert ihr, dass sie nicht mehr erreichbar sind.
Macht so viele Besichtigungen wie
möglich aus, absagen könnt Ihr immer noch später. Versucht immer, als
erstes da zu sein, da die Vermieter oft den ersten nehmen, der zusagt.
Anzeigen findet Ihr außerdem in {{"Fusac"}}
(bringt nach meiner persönlichen Erfahrung aber nicht so viel, da ich den
Eindruck hatte, dass dort hauptsächlich teure und nur kurzfristig zu
vermietende Wohnungen inseriert sind); daneben natürlich auch in
{{Tageszeitungen}}, v.a. im "Figaro" (häufig über Makler, Achtung auf die
Gebühren); und in diversen Stadtteilzeitungen (ausliegend bei Bäckern und
sonstigen Geschäften - aber die waren meiner Erfahrung nach auch nicht so
ergiebig).
Ihr könnt es auch selbst mit einem
Aushang am scherzen Brett im CROUS am Port Royal versuchen, ob das viel
bringt, weiß ich aber nicht. Außerdem vermittelt das CROUS über den {service
de logement} auch Privatwohnungen und -zimmer. Zugang bekommt man nach
meiner Erfahrung aber nur mit frz. Studentenausweis /
Immatrikulationsbestätigung etc. (Nach meiner Erfahrung war auch das
Angebot nicht so toll.)
Eine Methode, die auch nicht so
schlecht zu sein scheint, ist, eine {{Agence mobilière}} mit der Suche zu
beauftragen. Das kostet natürlich auch etwas.
3.Auf was solltet Ihr achten?
- Die Zimmer, die angeboten werden sind
häufig ehemalige Dienstbotenzimmer ganz oben in den Häusern, also fragt
nach, ob Toilette, Dusche und Kochmöglichkeit vorhanden sind (v.a. die
Toiletten befinden sich gar nicht so selten am Gang) und wenn Ihr Wert
darauf legt, ob es einen Lift gibt. Jedenfalls braucht Ihr Wasser im
Zimmer "évier", wenn Ihr [CAF ->www.caf.fr] beantragen wollt.
- Achtet auf die Größe, 9m2 sind für
Paris nicht unüblich, wer das auf keinen Fall will oder aushält, der
sollte also vorher nachfragen.
- Achtet auf evtl. Möblierung, v.a.
Wandschränke sind sehr praktisch ("placard")
- Chauffage central ist besser als
individuel, weil billiger
- WGs sind in Frankreich eher unüblich,
und daher schwieriger zu finden
- Die besten Arrondissements sind die
in Uni-Nähe, 5e, 6e, aber auch 14e, 15e, 13e; schaut Euch in jedem Fall
v.a. bei dem 18e, 19e, 20e die Gegend an, in der die Wohnung liegt. (Die
zweistelligen arrondissements sind tendenziell billiger.)
4. Was solltet Ihr dabeihaben?
- auf jeden Fall eine Erklärung Eurer
Eltern, dass sie Euch finanzieren
("déclaration de prise en
charge")
- "Caution parentale" (Bürgschaft Eurer
Eltern für den Vermieter) wird von den Studenten fast immer verlangt, also
stellt Euch darauf ein. Das Problem ist, dass einige Vermieter bei
Ausländern lieber eine Bankbürgschaft hätten, weil sie der
Elternbürgschaft nicht trauen, allerdings hat mir die BNP gesagt, dass sie
so etwas generell nicht machen würden. Also versucht Euer Glück damit, den
Vermieter zu beschwatzen oder probiert es bei einer anderen Bank.
- Den Mietvertrag werdet Ihr in der
Regel gleich unterschreiben müssen, da die Wohnung sonst weg ist. Als
nehmt immer Eure Ausweispapiere und sonstige Dokumente mit, die für den
Vermieter von Interesse sein könnten (Immatrikulationsbestätigung,
Stipendienbescheinigung, Kopie des Passes der Eltern etc.) Nehmt deshalb
auch immer genügend Bargeld für die Kaution mit (i.d.R. eine MM, kann aber
bis zu drei MM gehen) und lasst Euch dafür dann unbedingt eine Quittung
geben.
5.
Zeitpunkt für die Suche?
Auf keinen Fall im August, weil da
praktisch ganz Paris Urlaub macht. Aber ansonsten gibt es keinen allgemein
gültigen Tipp. (Juli oder September)
Remarques à faire?
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