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Paris

Alltag in Paris

Kontoeröffnung - Geldreserven - EDF/GDF -
Telefon - Internet - Arbeit/Praktika

Kontoeröffnung

Bei einem längeren Aufenthalt in Paris kann man nicht darauf verzichten, ein Konto zu eröffnen. Bei welcher Bank ihr das tut, ist prinzipiell egal, da die Modalitäten im Regelfall nicht wesentlich voneinander abweichen. Große Banken, die auch überall Filialen haben, sind: BNP, CIC, Société générale... 

Im Allgemeinen ist die Eröffnung und die Kontoführung kostenlos, es können allerdings bei der Auflösung des Kontos Gebühren anfallen. Auch die "carte bleue" bekommt man für ein Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt, danach zahlt man ca. 15,- Euro pro Jahr. Mit dieser Karte kann man in (fast) allen Geschäften und Restaurants problemlos bezahlen.

Zur {{Eröffnung des Kontos}} benötigt man neben dem Personalausweis/Reisepass den Mietvertrag bzw. eine "quittance de loyer" (Bestätigung über die Bezahlung der Miete). Unter Umständen kann noch eine Rechnung von EDF/GDF oder France Telecom zur Vorlage verlangt werden (als Nachweis, dass man tatsächlich in der Wohnung wohnt).  

Es gibt hauptsächlich zwei Möglichkeiten, {{Geld auf das französische Konto zu schaffen}}: Die Abheben- und die Überweisenvariante

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.  

1. Abheben-Variante 

Dafür richtet man sich ein Konto bei der französischen Bank ein, die gerade die günstigsten Tarife hat, und hebt mit seiner deutschen Bankkarte immer soviel ab, wie möglich ist und zahlt das Geld am Schalter auf sein französisches Konto ein. 

Anders als in Deutschland zahlt man keine Gebühr, wenn man mit einer französischen Bankkarte (Carte Bleue) von einem Automaten einer anderen Bank abhebt. 

Am günstigsten ist es, wenn ihr noch in Deutschland ein Konto bei der Deutschen Bank eröffnet. Diese hat ein Abkommen mit der BNP Paribas geschlossen, das für euch bedeutet, dass ihr an deren Geldautomaten mit eurer DeuBa-Karte umsonst Geld abheben dürft. Wo ihr dann das französische Konto eröffnet, ist egal. Mit allen anderen deutschen Bankkarten kostet einmal Abheben 3 Euro, mit Kreditkarte 5 Euro.

Einige Programmteilnehmer der Licence 2003 hatten allerdings Probleme mit dem Abheben, weil es manchmal  gar nicht ging oder nur bis zu 500 Euro pro sieben Tage. Wenn eure Miete mehr als 500 Euro beträgt (leicht möglich), muss man sich das Abheben gut einteilen und notfalls zwei- oder dreimal im Monat mit Riesensummen im Geldbeutel zum Bankschalter hasten. 

2. Überweisen-Variante 

Hierfür richtet man sich ein Konto bei einer deutschen Bank ein, bei der man Online-Überweisungen ins Ausland günstiger machen kann als am Schalter und überweist das Geld einfach jeden Monat nach Frankreich.

Mir sind zwei deutsche Banken bekannt, die günstige Online-Überweisungen ins Ausland anbieten: Die Deutsche Bank und die Postbank. Bei beiden kostet es 1,50 Euro Gebühren, wobei bei der Postbank ausnahmsweise nur 0,50 Euro anfallen, wenn man auf ein ausländisches Postkonto überweist. Wichtig ist allerdings, herauszufinden, wie viel die französische Bank für die eingehenden Überweisungen abzieht. Die französische Post zieht 2,70 Euro ab, so dass insgesamt 3,20 Euro anfallen. Die BNP zieht gerüchteweise etwas mehr ab, eine Überweisung von DeuBa auf BNP fiel in einem Fall mit etwa 5 Euro ins Gewicht. 

Im Gegensatz zum Abheben kann man soviel auf einmal überweisen, wie man möchte, allerdings ist das Geld immer eine Woche unterwegs. Man muss also einen gewissen Puffer haben. Außerdem ist es nervig, die ganzen Angaben bei der Auslandsüberweisung für das französische Konto einzutippen. Einen Internet-Anschluss braucht man natürlich auch. Auslandsüberweisungen oder, kostengünstiger, größere Beträge von Deutschland mitnehmen bzw. in Frankreich abheben und dann einzahlen. 

Bei den meisten Banken kann man auch die obligatorische {{"assurance d'habitation"}} abschließen, was der unkomplizierteste Weg ist. 

Geldreserven

Paris ist sehr teuer, es kann sein, dass ihr 500 Euro Miete zahlen müsst, und die Supermärkte sind teilweise doppelt so teuer wie in München. Ganz zu schweigen von Cafés und Discos. Das Stipendium kommt erst spät (München: 2 Raten im Dezember und Februar, Berlin: Februar). Deswegen wäre es nicht verkehrt, mit einem gewissen finanziellen Polster nach Paris zu gehen. V.a. wenn ihr die Überweisen-Variante wählt, müsst ihr eine Woche Puffer einkalkulieren, während der das Geld unterwegs und somit weder von Deutschland noch Frankeich aus verfügbar ist. 

EDF / GDF 

Für die Strom -und Gasversorgung meldet ihr euch bei einer der Filialen von EDF/GDF und schließt einen Vertrag ab. Das Ganze ist normalerweise sehr unkompliziert und geht schnell. Ein Mitarbeiter von EDF/GDF kommt vorbei, liest den Stand ab und füllt mit euch ein Formular aus. Die Rechnungen kommen alle zwei Monate auf Basis des geschätzten Verbrauchs und können problemlos an eure deutsche Adresse (Sommerferien) geschickt werden.

Denkt daran, euch auch wieder abzumelden, bevor ihr nach Deutschland zurückgeht und wenn ihr keine Nachmieter habt. Dann wird euer Endstand nochmals abgelesen und ihr müsst unter Umständen was nachzahlen oder bekommt Geld zurück, je nachdem wie hoch euer tatsächlicher Verbrauch war.  

http://www.gdf.fr/particuliers/installation/index.htm 
http://www.edf.fr

Telefon

Festnetz

Auch der Telefonanschluß ist sehr unkompliziert. Alles, was ihr braucht, ist euer Personalausweis und den Namen eures Vormieters oder alternativ die Nummer des Telephonanschlusses. Damit geht ihr zu einer Filiale von France Télécom und wenige Stunden später wird euer Telephon freigeschaltet.

Beachtet, dass die Stecker in Frankreich anders sind! 

Mit der France Télécom zu telefonieren, ist relativ teuer, v.a. ins Ausland. Es gibt aber {{Privatanbieter}}, wie z.B. Onetel, tele 2, cégétel, mit denen man sehr viel billiger wegkommt. Ein Gespräch nach Deutschland kostet mit der Télécom abends 13 Cents pro Minute, mit tele 2 8 Cents. Man muss sich allerdings anmelden, bevor man die Nummer benutzen kann. Eine Alternative sind {{Internationale Telefonkarten}}. Da zahlt man ungefähr 15 Euro für 300 Minuten. Allerdings gibt es sehr viele Anbieter, die man gut vergleichen sollte. Der beste scheint Iradium zu sein. Die Karten gibt es in Büchereien, Kiosken und den kleinen Gemischtwarenläden, die immer bis spät in die Nacht aufhaben und völlig überteuert sind. 

Handys

Leute, die vor allen Dingen erreichbar sein wollen und wenig ins Ausland telefonieren, könnte allerdings ein Handy praktischer und evt. sogar billiger sein.  

1. Deutscher Vertrag 

Denkt daran, euren deutschen Handyvertrag rechtzeitig zu kündigen. Wenn ihr das Auslandsstudium als Begründung angebt und mit Hilfe der Bestätigung über die Programmteilnahme bescheinigt, lassen euch die Handybetreiber in der Regel auch vorzeitig aussteigen. 

2. Französischer Vertrag 

Es gibt in Frankreich drei Mobilfunkanbieter: Orange, SFR und Bouyghes Télécom. Orange ist der von France Télécom und die anderen sind rein privat.  

a. Vergleich der Anbieter

Orange scheint sehr zuverlässig zu sein, bietet die größte Netzabdeckung, ist aber auch am teuersten. Der Unterschied zu den anderen ist aber nicht wahnsinnig groß. Da die meisten Franzosen bei Orange sind, sollte man auch den Umstand in Betracht ziehen, dass es in bestimmten Tarifen billiger ist, eine Nummer des selben Netzes anzurufen.

Sehr abzuraten ist von Bouygtel. Die sind zwar am billigsten und bieten eine sekundengenaue Abrechnung an, haben aber keine gute Netzabdeckung, Extras wie Rufnummernanzeige bei verpassten Anrufen muss man gesondert zahlen und außerdem wird man ständig mit Werbesprüchen auf der Mailbox und als SMS ("texto") terrorisiert. 

b. Carte prépayée oder Forfait?

Die ersteren funktionieren wie unsere Prepaid-Cards, man kauft sich eine für einmalig 7,50 € bis 15 € und lädt sie dann mit Rubbelkarten auf. Manche Aufladungen halten allerdings nur einen Monat (Bouygtel!) und es ist natürlich im Vergleich teurer als mit Vertrag.

Wenn man sich für einen Vertrag entschließt, muss man sich eine Laufzeit aussuchen (6 - 24 Monate). Je länger die Laufzeit, desto niedriger der monatliche Forfait. Der Forfait ist ein Pauschalpreis, für den man im Monat eine bestimmte Anzahl Minuten telefonieren darf. Alles was darüber hinaus geht, wird extra in Rechnung gestellt. Manchmal gibt es für Studenten Sonderangebote zu Semesteranfang. Man muss für 1h im Monat etwa 20 Euro rechnen. 

Eine Übersicht der Angebote gibt es auch unter www.francemobiles.com

{{wichtige Internetseiten}} 

http://www.annu.com 

http://www.francetelecom.fr/fr/

http://www.francemobiles.com/

Gelbe Seiten http://www.pagesjaunes.fr/pb.cgi

Internet

Entweder ihr nehmt einen Forfait (z.Z. gibt es von noos und free für 30 Euro monatlich eine Flatrate mit 512 kbit/s) oder ihr meldet euch bei free.fr an, ohne Forfait und ohne für den Internetzugang zu zahlen. Ihr zahlt dann nur die Telefongebühren für ein Lokalgespräch. Die Einheit kostet 11 Cents, die erste dauert eine Minute, danach jeweils 4,5 Minuten. Das heißt, man zahlt etwa doppelt soviel wie in Deutschland, noch mehr, wenn man über das Rechenzentrum ins Netz gegangen ist. Besonders wenn man nur mal kurz seine Emails abrufen will, sollte man vorsichtig sein und bedenken, dass das jedes Mal 22 Cents kostet. Sonst hat man in den ersten Monaten vielleicht unangenehme Überraschungen. 

Arbeit und Praktika

Ihr werdet wohl nicht die Zeit finden, neben der Uni noch zu jobben (zumindest ist es nicht zu empfehlen, wenn ihr noch ein bisschen Freizeit haben wollt). Solltet ihr dennoch mit dem Gedanken spielen, ist es gut zu wissen, dass mit Vorlage des Arbeitsvertrages die TDs leichter gewechselt werden können.   

Für die Sommerferien ist es überlegenswert, ein Praktikum in Paris zu machen. Neben national und international tätigen Kanzleien bieten sich auch die zahlreichen internationalen Organisationen aus Praktikumplätze an. 

Eine Liste deutscher Anwälte in Paris ist bei der deutschen IHK in Paris erhältlich.
http://www.francoallemand.com/wxdoc/cfaci/default.asp     


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